Zuerst wird der Gefangene verbal eingeschüchtert: „Wenn du nicht redest, werde ich dich bestrafen. Wenn du nicht genug redest, werde ich dich bestrafen. Wenn du mir Lügen erzählst, werde ich dich bestrafen.“ Doch der Gefangene redet nicht. Also legt man ihm ein Tuch aufs Gesicht und tränkt es mit Wasser, was dem Gefangenen das Gefühl gibt zu ertrinken. Verzweifelt windet er sich unter den harten Griffen der CIA-Agenten und japst nach Luft.

Der Gefangene soll lernen, wie hilflos er ist, erklärt einer der Männer seiner Kollegin Maya. Maya ist zum ersten Mal bei einer solchen Vernehmung dabei, die als Water Boarding, Wasserfolter unrühmliche Bekanntheit erlangte. Zuvor hatte man der jungen Frau angeboten, das Verhör via Monitor im Nebenraum zu verfolgen, aber Maya hatte abgelehnt. Sie wollte dabei sein; sie zuckt noch zusammen, gibt aber keinen Laut von sich. Einmal hält sie sich die Nase zu, der Gefangene hat sich vor Angst in die Hose gemacht. „Helfen Sie mir“, bittet er. „Sie können sich selbst helfen, indem Sie ehrlich sind“, antwortet Maya ungerührt – ganz so als ob sie das tatsächlich glaubt.

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