Vor Freude hüpfte Steve McQueen am Ende nahezu einen Meter hoch. Dazu hatte der Brite auch allen Grund, schließlich wurde seine neue Regiearbeit „12 Years a Slave“ in der Nacht zum Montag bei der 86. Oscar-Verleihung im Dolby Theatre von Hollywood als Bester Film ausgezeichnet. Unverkennbar aufgeregt und sich immer wieder in seiner Dankesrede verstolpernd, fand McQueen dann doch Worte, um die Essenz seines Sklavendramas zusammenzufassen: „Jeder verdient es, nicht nur zu überleben, sondern zu leben.“ Und damit meinte er die Würde eines jeden Menschen, die unantastbar sein müsse.

Mit „12 Years a Slave“ würdigte die preisverleihende Academy of Motion Pictures Arts & Sciences nicht allein eine kunstvolle Filmerzählung, sondern einfach auch eine jener Geschichten, die das Mainstream-Kino so liebt: Geschichten, die von unvorstellbarem Leid erzählen, aber gleichzeitig auch von einem ungebrochenen Geist, also wenigstens internal bewahrter Würde.

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