Kontemplation statt Party. Die geplante fulminante Feier zum 20. Geburtstag und damit der Erfolgsgeschichte des Hauses hat man im sonst so gut gelaunten Kunstmuseum Wolfsburg abgesagt. Der plötzliche Tod des erst 55-jährigen Direktors Markus Brüderlin im März versetzte Kollegen sowie die VW-Kunststiftung, die Ermöglicherin all der anspruchsvollen Ausstellungen, in Trauer.

In der Haupthalle indes konnte zum Jubiläum das ganz große, weil der Nachdenklichkeit dienende Ding starten: eine Oskar-Kokoschka-Schau der Superlative, mit aus aller Welt, aus diversen Privatsammlungen und Museen, herbeigeholten Leihgaben des Wiener Expressionisten (1886–1980). Fünfzig Gemälde, gut 100 Papierarbeiten, dazu Dokumente, sogar eine vergilbte Fotografie jener Alma-Mahler-Puppe, die der junge Maler – unglücklich liebend und schnöde verlassen – seinerzeit fast voodooartig liebkost und ebenso malträtiert hat.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.