Paul redet seit einer halben Stunde von der ukrainischen Jugend, die sich in den europäischen Diskurs mische, wie er das nennt. Er lächelt. Ich erinnere mich an die Partywochenenden in Kiew, von denen mir Paul in den letzten Jahren immer mal berichtet hat. In diesen Geschichten war es um Drogen gegangen, Frauen und um Klubs, die mit dem Berghain mithalten können, weniger um den Befreiungskampf des ukrainischen Volkes. Ich kriege das nicht zusammen, gefühlsmäßig, so wie Paul. Will ich aber. Ich nehme mir den Schnaps, der seit zwei Minuten vor mir auf dem Tresen steht. Französischer Wodka mit dem Namen Grey Goose. Die Eisschicht ist schon vom schmalen Glas getaut und hat eine kleine Pfütze auf dem Tresen gebildet.

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