Heinrich Voelkel: Deutschland – Österreich; Grenzübergang Tittmoning, aus der Serie „no easy way out“, Coronazeit  2020
Foto:  Ostkreuz/Heinrich Voelkel

Berlin - Was tun im verrückten und bis heute folgenreichen Jahr 1990? Prall von Motiven war die chaotische, auch orientierungslose Wendezeit, doch die Auftragslage für ostdeutsche Fotografen wurde prekär. DDR-Redaktionen, Verlage wurden übernommen oder abgewickelt. Die bunten Bilder aus dem Westen ließen der schwarz-weißen Tristesse keine Chance. Aber im Osten Berlins gab es exzellente Fotoreporter mit einem kritischen, aber auch tief melancholischen Blick auf die Realität. Diese „triste“ Fotografie hatte zunächst auch vor dem westlichen Blick einen schweren Stand. Die Vorurteile überwogen, doch die Qualitäten der Gruppe wurden bald erkannt. Inzwischen gibt es ohne Ostkreuz-Beitrag keinen der aller zwei Jahre stattfindenden Europäischen Monat der Fotografie. Der Oktober bietet berlinweit 144 Foto-Ausstellungen. Die Ostkreuz-Schau „Kontinent – Auf der Suche nach Europa“ in der Akademie der Künste ist das Herzstück.

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