Nur noch selten, aber manchmal eben doch, schreibt das Kino die verrücktesten Geschichten. Im letzten Jahr etwa begeisterte eine findige Familie von Kleindieben die Festivaljury von Cannes derart, dass sie Hirokazu Koreedas Drama „Shoplifters“ die Goldene Palme verlieh. In diesem Jahr nun konnte man den Eindruck gewinnen, eine noch ausgefuchstere Familie habe die andere ersetzt und mit perfiden Tricks fette Beute gemacht – die koreanische schwarze Komödie „Parasite“, für die keine Genrezuschreibung so recht trifft, holte sich den Hauptpreis. Es ist reiner Zufall, dass sich in diesem Akt der Übernahme bereits die Handlung von Bong Joon-hos großartigem neuen Film spiegelt. Aber damit sind die Überraschungen nicht erschöpft. Selten hat man ein solch verblüffendes, in jeder Szene mit absurden Wendungen aufwartendes Kinoabenteuer erlebt – das auch noch etwas zu sagen hat.

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