Bastian Pastewka und , l-r, Christoph Schneider, Geschäftsführer von Amazon Prime Video Deutschland
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BerlinBastian Pastewka lässt sich nicht vor die Tür setzen. Er behält bis zum Schluss die Kontrolle, das heißt: er bestimmt, wann Schluss ist. Und genau das hat er bei seiner Serie „Pastewka“ getan, die Sat.1 vor 15 Jahren erstmals ausstrahlte und die ab Staffel 8 zu Amazon Prime Video wechselte, wo am 7. Februar die finale zehnte Staffel starten wird. Auch diesmal gibt es für die neuen Folgen wieder eine Kinotour, deren Premiere am Donnerstagabend im Zoo-Palast anstand. Pastewka liebt diese Touren: „Es ist Wahnsinn, diesen Unsinn mit tausend Leuten in einem Saal zu gucken!“

Dass die Serie, die so heißt wie ihr Hauptdarsteller, nicht fortgesetzt wird, hat mit der Güteklasse einer Idee zu tun, wie Pastewka erklärt. Autor Sascha Albrecht hatte eine Eingebung, wie das Ende der Geschichte rund um Bastian und seine langjährige Freundin Anne (gespielt von Sonsee Neu) aussehen könnte. Pastewka fand diese Idee perfekt: „Und da habe ich gesagt: Das muss der Schluss der gesamten Serie sein.“

Quelle: Amazon Prime

Happy End? 

Echte Fans wissen, dass Anne mit Bastian in der achten Staffel Schluss gemacht hat und Bastian in der neunten erfolglos versuchte, sie zurückzuerobern. Am Ende der neunten Staffel reist er ihr nach Afrika nach, wo Anne als Ärztin arbeitet. Dort werden sie zu Freunden, was nach der Rückkehr nach Deutschland keiner glauben will – alle gehen davon aus, dass es wieder zwischen ihnen gefunkt hat. Zumal Anne jetzt ein Kind will und Bastian gern der Vater wäre.

Natürlich wird das Ende nicht verraten, aber die Richtung ist klar, denn ein Happy End war auch Bastian Pastewka wichtig: „Wir sind doch nicht Game of Thrones!“ „Pastewka“ endet nach 15 Jahren und 99 Folgen. Der Namensgeber freut sich über die unrunde Zahl der Folgen: „Wir haben die 100 nicht geschafft – das passt für mich perfekt zum Geist der Serie.“

Bei so vielen Produktionen behaupten die Beteiligten öffentlich, dass sie sich zu einer Familie entwickelt hätten. Bei „Pastewka“ soll das sogar stimmen. Der Hauptdarsteller beteuert: „Wir haben uns in all den 15 Jahren immer nur vor der Kamera angegiftet, nie dahinter.“ In den drehfreien Monaten hielt man Kontakt, gratulierte sich zu Geburtstagen. „Wir lieben uns immer noch, passen aufeinander auf. Und es ist für uns sehr hart, dass wir auseinander gehen.“

Anke Engelke

Sie gehörte als häufiger Stargast fast schon zum Kern-Ensemble der Serie. Sie spielte sich selbst und kann bestimmt gut damit leben, wie Pastewka sie umschreibt. Für ihn ist sie eine „Comedy-Ikone, vollkommen durchgeknallt und unberechenbar. Hinterlistig, Prinzipien-versessen, aber auch die Verkörperung von Bastians schlechtem Gewissen, weil Anke immer recht hat, wenn es um Beziehungs-Probleme und zeitgemäße Lebensgestaltung geht“.

Bettina Lamprecht & Matthias Matschke

gehörten von Anfang an zum Ensemble. Als Svenja Bruck, die verhasste Nachbarin, und als Hagen, der Bruder von Bastian, der sich ausgerechnet in diese Frau verliebte, sie heiratete und ihren Nachnamen annahm. Zum Schluss bekamen alle noch mal Szenen, in denen sie glänzen konnten. Bastian Pastewka: „Wir haben jeder unserer Stammfiguren ein schönes Ende geschrieben.“ Die letzte Folge ist deshalb auch eine Stunde lang. Für Pastewka selbst hat sich damit auch die Frage nach einem Kinofilm erledigt: „Ich wüsste gar nicht, warum?“ Das würde einfach nicht zur Serie passen: „Bei uns passieren nicht so viele Dinge, die man im Kino zeigen müsste.“