Berlin - Der Schrecken kommt spät und ganz beiläufig an diesem Abend. Auf dem Fußboden liegt eine postkartengroße Fotografie, auf der durch das grobkörnige Schwarzweiß plötzlich die Leiche eines halb zerfetzten Soldaten zu erkennen ist. Wie eine zerschlissene, weggeworfene Puppe liegt er da im Schützengraben, unter ihm die Signatur seiner Fotografin: „Alice Schalek, einzige vom k.u.k. Kriegspressequartier zugelassene Berichterstatterin“. Wie eine Visitenkarte ist das Dokument gestaltet und tatsächlich hat die Schalek diese und ähnliche Fotografien zuvor als Werbung in eigener Sache unter die Leute gebracht. Sie ist nicht nur fasziniert vom Krieg, sie will auch berühmt werden mit ihm als erste und einzige weibliche Frontfrau.

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