Was haben wir diese Frau vermisst! Oder besser gesagt dieses Fabelwesen, das da am Mittwochabend im neonfarbenen Superheldinnenkostüm (inklusive gestricktem Umhang!) zum Heimspiel auf der Bühne des Neuköllner Clubs Huxleys Neue Welt erschien. Mit dabei: Zwei als Vaginas verkleidete Gogo-Tänzerinnen, die ihre Plüsch-Klitoris rhythmisch zu „Rub“ rieben, dem Titelsong der lang ersehnten neuen Peaches-Platte.

Sechs Jahre ist es her, dass Merril Nisker alias Peaches ihr letztes Studioalbum (das melodische „I Feel Cream“) veröffentlicht hat. Von einer Auszeit kann allerdings keine Rede sein: Live war die tatsächlich schon 47-Jährige mit der Musical-Persiflage „Peaches Christ Superstar“ und der autobiografischen Rock-Oper „Peaches Does Herself“ sogar produktiver denn je. Nebenbei nahm sie Songs mit R.E.M. und Major Lazer auf – ihr Einfluss auf die Mainstream-Popkultur ist schon beachtlich für jemanden, der mit einem kruden Soundmix aus Techno, HipHop und Punk gegen Geschlechterklischees anmusiziert.

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