Mit der Einrichtung der Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ im Jahr 2002 lenkte die Berlinale die Aufmerksamkeit verstärkt auf den deutschen Film. Unabhängig von den Beiträgen in anderen Festival-Sektionen fanden hier vor allem junge Filmemacher ein Podium; Talente, von denen in Zukunft möglicherweise noch mehr zu erwarten sein würde. Ausgewählt wurden Erst- oder Zweitwerke mit einer Länge ab 20 Minuten. Sonstige formale, technische oder inhaltliche Einschränkungen gab es keine; willkommen war, was einen ungewöhnlichen Ansatz aufwies und Hoffnung auf Kommendes machte. Die Gründung der „Perspektive“ gehörte zu den ersten Amtshandlungen des seinerzeit neu eingesetzten Festivaldirektors Dieter Kosslick. Und sie ist bis heute programmatisch zu verstehen. Manch einstiger Debütant der Reihe gehört inzwischen zu den bestens vernehmlichen Stimmen in der hiesigen Filmlandschaft. So zeigte Dietrich Brüggemann, mit „Kreuzweg“ ein diesjähriger Mitbewerber um den Goldenen Bären, hier bereits 2006 seinen Erstling „Neun Szenen“.

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