Rocksänger Peter Maffay kritisiert die Äußerungen mancher Musikerkollegen zur Corona-Pandemie scharf.
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Peter Maffay, 71, findet klare Worte zur aktuellen Pandemiesituation, die auch als Ansage in Richtung seiner Gesangskollegen Xavier Naidoo oder Michael Wendler zu verstehen sind: „Wer Corona leugnet, schadet nicht nur sich selbst, sondern der Gesellschaft“, sagte der deutsche Rockstar im Podcast „Die Wochentester“. Er halte die Negierung eines existenten Problems für falsch. „Corona ist ein Umstand, den man akzeptieren muss, weil er einfach da ist. Ihn zu leugnen, halte ich für extrem gefährlich und für extrem falsch.“

Im Gespräch mit dem CDU-Politiker Wolfgang Bosbach und dem Koch Christian Rach äußerte sich Maffay, der Anfang Oktober nach langer Unterbrechung wieder ein Konzert geben konnte, auch zu seinen Erfahrungen in der Pandemie. Das Konzert in der Berliner Waldbühne vor gut 4000 Zuschauern sei eine wunderbare Unterbrechung gewesen, „ein schönes Zeichen für das Publikum und für uns“, aber eben auch nur eine kleine Ausnahme. Keiner wisse, wie es nun weitergehe.

Viele Künstler, aber auch die mit der Branche verbundenen Dienstleister, stünden mit dem Rücken zur Wand, etliche Existenzen seien bereits zusammengebrochen, Strukturen, die vor Monaten noch funktionierten, gebe es nicht mehr. Maffay kritisierte in diesem Zusammenhang, die Politik unternehme zu wenig, um diesen Leuten zu helfen. Die Hilfen seien nach seiner Erfahrung oft nicht bei den Menschen angekommen, und wenn doch, dann reichten sie nicht aus. Man müsse auch prüfen, wie viele Zuschauer bei Konzerten zugelassen werden könnten und wie hoch die Ansteckungsgefahr bei solchen Veranstaltungen tatsächlich sei. In der Waldbühne etwa hielt Maffay die zugelassene Zuschauerzahl für zu klein.

Angesprochen aber auf seine Kollegen Michael Wendler oder Xavier Naidoo zeigte sich Maffay unversöhnlich. Wendler hatte vor Kurzem die Bundesregierung attackiert und von „groben und schweren Verstößen gegen die Verfassung und das Grundgesetz“ sowie „gleichgeschalteten“ und „politisch gesteuerten“ Medien gesprochen. Naidoo tauchte zuletzt immer wieder im Zusammenhang mit Verschwörungsmythen auf. Mit diesem Lager zu sprechen, hält Maffay für zwecklos: „In den beiden Fällen würde Argumentation nichts bringen.“

John Legend, 41, hat bei den Billboard Awards für große Emotionen gesorgt. Rund zwei Wochen, nachdem seine Frau Chrissy Teigen eine Fehlgeburt erlitt, widmete der Musiker ihr seinen Auftritt bei der Gala in Los Angeles. „Das hier ist für Chrissy“, sagte Legend in der Nacht zum Donnerstag, bevor er am Klavier mit Tränen in den Augen das Lied „Never Break“ anstimmte. Gastgeberin Kelly Clarkson versicherte dem Paar ihre Liebe und Unterstützung „in dieser sehr schwierigen Zeit“.

Legend und Teigen sind seit 2013 verheiratet und Eltern eines zweijährigen Sohnes sowie einer vierjährigen Tochter. Anfang des Monats machte das Paar in einem dramatischen Instagram-Post öffentlich, dass Teigen eine Fehlgeburt erlitten hatte. Auf einem Bild sieht man das 34-jährige Model und den vielfachen Grammy-Gewinner, wie sie ihren toten Sohn im Arm halten. Teigen war im sechsten Schwangerschaftsmonat und hatte mit starken Blutungen zu kämpfen, bevor sie ihr Kind verlor. 

Auf seinem Instagram-Account wandte sich Legend nun an seine Frau, von deren Stärke er sich beeindruckt zeigte. Man habe als Familie alle Höhen und Tiefen durchlaufen und in schweren Zeiten viel Unterstützung erfahren. Vor allem hätten sie viele Geschichten von anderen Familien gehört, „die den Schmerz über den Verlust eines Kindes erlebt haben und oft in der Stille leiden“, schrieb Legend. „Es ist ein Club, dem niemand angehören möchte, aber es ist beruhigend zu wissen, dass wir nicht allein sind.“

Lenny Kravitz, 56, ist vor allem für seine Gitarren- und Gesangskünste bekannt, zur Musik aber kam der US-Sänger übers Piano. Als Kind habe seine Familie ein Klavier im Wohnzimmer stehen gehabt, sagte Kravitz am Donnerstag bei einer Pressekonferenz per Videoschalte. „Ich habe auf das Klavier draufgehauen und das hat mich fasziniert. Das war meine erste Erfahrung mit Musik.“ Sein Vater habe nicht gespielt, seine Mutter ein Lied beherrscht: das populäre Klavierstück „Für Elise“ von Beethoven. „Das hat sie immer gespielt und ich habe zugehört.“

Kravitz und die Flügel-Schmiede.

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Noch heute benutze er ein Klavier, um Songs zu schreiben, sagte der vierfache Grammy-Preisträger. Bei der Videokonferenz ließ sich der 56-Jährige aus seinem Haus auf den Bahamas zuschalten. Hintergrund: Kravitz hat einen auf zehn Exemplare limitierten Flügel für den Hersteller Steinway & Sons entworfen. Dabei habe er vor allem daran gedacht, wie das Instrument in sein Haus in Paris passe, sagte Kravitz. Der Flügel sei aber auch für Menschen gedacht, die nicht Klavier spielen könnten. „Es gibt so viele Menschen, die ein Klavier in ihrem Haus haben, obwohl sie nicht spielen – und für die kann es wie eine Skulptur sein.“

Eine kostenintensive Skulptur, versteht sich: Dem Vernehmen nach kostet das gute Stück 500.000 Dollar, umgerechnet also gut 420.000 Euro.