Die Ausstellung heißt „Gewächse der Seele“. Schon falsch. Es handelt sich um vier Ausstellungen, ein halbes Dutzend Performances, dazu noch eine Reihe von Workshops. Bei allem geht es um Pflanzendarstellungen, um das Bild, das Menschen sich von Pflanzen und von sich machen. Also nicht um biologische Wissenschaft, sondern um Seelenkunde. Die Pointe der Veranstaltungen ist, dass sie Arbeiten von „Künstlern mit und ohne Beeinträchtigung“ zeigen. Man ahnt, worum es geht, aber zugleich sperrt sich alles in einem gegen die Vorstellung, es gebe Künstler, Menschen, ohne Beeinträchtigung.