Berlin - Rauch hängt über der Bühne im Velodrom, als Philipp Burger, Sänger der Band Frei.wild, mal wieder versucht, die Dinge richtigzustellen. „Nazis raus!“, brüllt Burger ins Mikrofon. Vorher hat er gerade zu fröhlich rumpelnden Gitarrenriffs gesungen: „Das ist das Land der Vollidioten, die denken, Heimatliebe ist gleich Staatsverrat“. Und: „Ihr seid dumm, dumm und naiv, wenn ihr denkt, Heimatliebe ist gleich Politik.“ In Philipp Burgers Liedern geht es oft um Heimatliebe, darum, Volk, Tradition und Sprache, die eigenen Wurzeln zu bewahren.

Er selbst, der aus Südtirol kommt, und seine Fans, von denen die meisten aus Deutschland kommen, nennen das Patriotismus. Junge Rechte freuen sich über einen neuen Botschafter. Rechtsextremismusexperten finden Frei.wild völkisch-nationalistisch. Günther Jauch lässt in seiner Sendung zum Nationalsozialistischen Untergrund über die Band diskutieren. Und Unbekannte werfen mit Farbe gefüllte Flaschen an die Fassade des Velodroms und malen einen Schriftzug dazu: „Frei.wild angreifen“.

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