Die Gürtellinie des Mannes, sagt die Anstandsregel für Gesellschaftskleidung, soll, wenn er steht, bedeckt sein: entweder durch eine Weste oder durch eine Bauchbinde, die beim Smoking mit gnadenlosem Realismus „Kummerbund“ genannt wird. Nun hat der Countertenor Philippe Jaroussky, der auch mit 36 Jahren noch aussieht, als wäre er halb so alt, rund um die Gürtellinie rein gar nichts, was ihm Kummer bereiten müsste. Er kann es sich einfach leisten, beim Singen − wie am dritten Adventssonntag im proppenvollen großen Saal des Konzerthauses − die Jacke seines Smokings anstandswidrig offenstehen zu lassen. Das gibt ihm mehr Luft beim Singen und uns einen Einblick in seine Kunst.

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