US-Sängerin Pink hat auf Twitter ihrem Ärger Luft gemacht.
Foto: Imago Images

Berlin"Trouble" heißt eines ihrer bekanntesten Lieder - und Ärger bereiten US-Sängerin Pink derzeit vor allem die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in ihrer Heimat. Bei Twitter hat die 40-Jährige ihrem Unmut Ausdruck verliehen: "Vielleicht sollten wir alle gegen die Protestierenden protestieren?", schrieb die Musikerin, die mit bürgerlichem Namen Alecia Beth Moore heißt, in dem sozialen Netzwerk. Man könnte diese Menschen Erklärungen unterschreiben lassen, dass sie im Falle einer Erkrankung auf ihre medizinische Behandlung verzichten würden. Sie könnten sich auch bereiterklären, die Krankenhauskosten derjenigen zu zahlen, die mit ihnen in Kontakt gekommen seien, so die Sängerin weiter.

Sie fühle sich, als würde sie im Film "Idiocracy" leben. In der Science-Fiction-Komödie aus dem Jahr 2006 geht es um  eine verdummende Gesellschaft, die am Ende nicht einmal mehr die grundlegende Infrastruktur aufrechterhalten kann. 

In den USA gibt es derzeit vielerorts Proteste gegen die Schutzmaßnahmen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie. So skandierten etwa am Freitag in Hermosa Beach südlich von Los Angeles Tausende Kalifornier mit US-Flaggen und in leichter Strandkleidung die Parole: "Öffnet den Strand!" US-Präsident Donald Trump zeigte wiederholt Sympathie für die Demonstranten.

Die Sängerin Pink und ihr Sohn Jameson (3) waren selbst positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ihr Sohn sei "sehr, sehr krank" gewesen, sagte Pink im April. Für ihren Tweet erntete sie viel Zustimmung. So schrieb eine Krankenschwester, sie sei gezwungen, Menschen sterben zu sehen, junge und alte. Sie bedankte sich bei Pink dafür, dass sie die Wahrheit ausspreche. Es gab aber auch Kritik. Ein Nutzer bemerkte, die meisten Leute hätten nicht den Luxus, in einer Villa zu sitzen und von ihren Millionen zu leben. Er habe eine Familie zu ernähren und müsse Geld verdienen.