Der Dichter, Dramatiker und Prosaschriftsteller Fiston Mwanza Mujila.
Foto: Jürgen Fuchs

BerlinGerade erst wurde der Internationale Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt verliehen, coronabedingt übers Radio, coronabedingt gleichberechtigt verteilt an alle Autoren und Übersetzer der Shortlist. Vor drei Jahren, als sich die Viren in Europa noch besser im Zaum halten ließen, bekamen der Autor Fiston Mwanza Mujila sowie seine Übersetzerinnen Katharina Meyer und Lena Müller diesen Preis live und öffentlich für den Roman „Tram 83“ überreicht. Nun ist Fiston Mwanza Mujila bei einer Online-Veranstaltung zu erleben, die unter normalen Umständen halb Berlin in Rhythmus bringt, beim Internationalen Poesiefestival.

Der Autor, geboren 1981 in Lubumbashi in der Demokratischen Republik Kongo, lebt in Graz und lehrt afrikanische Literatur an der dortigen Universität. Er schreibt auf Französisch, Lyrik, Prosa und Theaterstücke.

Für das 21. Poesiefestival hat er ein Programm kuratiert, das Europas schwarze Diaspora zusammenbringt. Die Dichterinnen und Dichter Simone Atangana Bekono (lebt in den Niederlanden), Kayo Chingonyi (Großbritannien), Raquel Lima (Portugal) und der in Deutschland lebende Steve Mekoudja stellen ihre Texte vor. Sie lesen in verschiedenen Sprachen, die deutsche Übersetzung läuft im Stream und Video mit. Fiston Mwanza Mujila wird seine Kolleginnen und Kollegen vorstellen und mit ihnen sprechen. „Europa ist bunt, Europa ist schwarz, Europa ist Jazz!“, ist sein Motto für diesen Abend. Was eint ihre Dichtung und was trennt sie? Welche Rolle spielen afrikanische Stimmen in Europa? Wie kann Poesie den Blick auf die Welt beeinflussen? Und zwischendurch gibt es Musik. 

Am Montag, 8. Juni, ab 19.30 Uhr auf www.poesiefestival.org