Ich kann Alabastia nicht verlassen. Nicht, ehe ich mit Professor Eich gesprochen habe. Zumindest sagt mir das ein Passant am Rande der Stadt. Er taucht immer wieder auf, wenn ich den Weg stadtauswärts nehmen möchte. Ob er mich ärgern will? Womöglich nicht. Denn das ist ein Spiel, und um weiterzukommen, brauche ich von Professor Eich erst mal ein Pokémon.

Am 27. Februar 1996 wurden in Japan die ersten Videospiele mit einem Pocket Monster, kurz Pokémon, veröffentlicht. Der Hersteller Nintendo lieferte damals 200.000 Exemplare an den Handel aus. Die Entwickler gingen davon aus, dass die Spiele nur eine kleine Käuferschicht ansprechen würden. Immerhin stammt die Idee von Erfinder Satoshi Tajiri aus dessen Kindheit: Insekten sammeln, Insekten kämpfen lassen. Das klang zu banal, zu klein, als dass es eine große Masse erreichen könnte. Doch die Insekten waren in Pokémon keine Insekten und Monster gaben ebenfalls kein passendes Bild ab. Viel mehr verkörperten sie eine Art heldenhaftes Haustier: treuer als ein Hund, schlauer als eine Katze, stärker als ein Pferd. Und wer alle sammelte, pflegte und trainierte, der war der Beste, der Allerbeste!

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