Da schreiten sie wieder. Diesmal nicht in martialischer Anspannung wie Raubkatzen vor der Fütterung. Das sah man vor eineinhalb Jahren in Sarah Kanes „4.48 Psychose“, Ulrich Rasches letzte Schauspielerdressur am Deutschen Theater. Seit dem vergangenen Wochenende nun marschiert der unglückliche König Ödipus gemäßigten Schritts durch seine orakelhafte Tragödie und mit ihm natürlich ganz Theben, das sich durch ihn die Befreiung von der Pest verspricht. Jeder kennt das große Aufklärungsdrama des Sophokles, in dem sich ein Mensch, Ödipus, plötzlich selbst als handelndes Subjekt erkennt und darin zugleich seine unheilbare Schuld, in die es ihn verstrickte.

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