Dass Kanye West US-Präsident wird, glaubt niemand. Trotzdem ist dem Rapper derzeit viel Aufmerksamkeit sicher.
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Kanye West (43) hat in den vergangenen Tagen einige recht bizarre und kaum verständliche Tweets abgesetzt, in denen er unter anderem Vorwürfe gegen seine Ehefrau Kim Kardashian erhoben hatte. Auch von einer Scheidung von Kim war die Rede.  Inzwischen sind die meisten dieser Posts wieder gelöscht, sie hinterlassen aber dennoch einige Fragezeichen in Bezug auf den Zustand des Rappers und selbst ernannten US-Präsidentschaftskandidaten. 

West hat Medienberichten zufolge schon seit Jahren psychische Probleme. In einer Titelgeschichte für die Vogue von 2019 erwähnte Kim Kardashian, dass ihr Mann an einer bipolaren Störung leide. Die Stimmung der Erkrankten schwankt dabei zwischen Manie und Depression. Könnten die Tweets damit zu tun haben? Fest steht, dass sie für viel Aufregung und auch für Witzeleien unter den Twitter-Kommentatoren gesorgt haben. 

Dieser Spott wiederum bringt Kanye West nun zahlreiche Solidaritätsbekundungen ein. So sprach sich die Sängerin Demi Lovato, bei der vor Jahren ebenfalls eine bipolare Störung diagnostiziert worden war, gegen die Bloßstellung des Rappers auf Twitter aus. „Es wäre besser, wenn die Leute für eine psychisch erkrankte Person beten würden, statt nur Memes zu erstellen“, schrieb die 27-Jährige. Man könne nie wissen, was eine Person durchmache – auch wenn man ihr Leben im Fernsehen verfolge. 

Donald Trump (74) ist am Dienstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus gefragt worden, ob er erwarte, dass Ghislaine Maxwell über „mächtige Männer“ auspacken werde, die in den Epstein-Skandal verwickelt sein sollen. Zur Erinnerung: Die 58-jährige Geschäftsfrau Maxwell wurde Anfang Juli festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Sie soll bei den Sexualverbrechen ihres Freundes Jeffrey Epstein geholfen, ja eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Ihr werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen sexuellen Handlungen und Meineid.

Eine Aufnahme aus dem Jahr 2000: Donald Trump, Melania Knauss, Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell in Florida.
Foto: Davidoff Studios/Getty Images

Der US-Präsident gab auf die Frage nach den mächtigen Männern eine etwas irritierende Antwort. Er habe Maxwell „im Laufe der Jahre viele Male“ getroffen, insbesondere seit er in Palm Beach in Florida gelebt habe, sagte Trump bei der Pressekonferenz. „Ich wünsche ihr alles Gute, was auch immer es ist.“ Ansonsten, so Trump, habe er den Fall um den wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen Unternehmer Epstein nicht wirklich verfolgt. Er wisse auch nichts über die Situation des britischen Prinzen Andrew, der jahrelang mit Maxwell und Epstein bekannt war. Der 60-jährige Royal streitet ab, in den Fall verwickelt zu sein.

Natalie Portman (39) macht sich immer wieder für Gleichberechtigung stark. Zuletzt setzte die Schauspielerin bei der diesjährigen Oscar-Verleihung mit ihrem Kleid ein Zeichen gegen die Männerlastigkeit bei den Nominierungen und Auszeichnungen. Auf ihrer Dior-Robe waren die Namen von Regisseurinnen zu lesen, die zwar gute Filme abgeliefert hatten – aber nicht mit einer Nominierung bedacht wurden.

Für diese Geste erhielt Portman damals nicht nur Beifall – vielleicht war manchen der Akt zu sehr symbolisch und zu wenig konkret. Ein Vorwurf, der dem neuen Engagement der Oscar-Preisträgerin jedenfalls nicht zu machen ist. Portman will gemeinsam mit anderen Kolleginnen den professionellen Frauenfußball nach Los Angeles holen. Ab dem Frühjahr 2022 soll die kalifornische Metropole mit einem eigenen Team in der US-Profiliga vertreten sein, wie der US-Frauenfußballverband am Dienstag mitteilte. 

Hinter der Idee steht eine „vorwiegend weibliche Investorengruppe“, der neben Portman auch Jessica Chastain, Eva Longoria, America Ferrera und Jennifer Garner sowie Tennis-Superstar Serena Williams, ihre Tochter Olympia und mehrere ehemalige Profi-Fußballerinnen angehören. Portman betonte, zum ersten Mal stehe hinter einem Team eine Eigentümergruppe, die „mehrheitlich Frauen gehört und von Frauen geleitet wird“.