Golshifteh Farahani als Selma in einer Szene des Films „Auf der Couch in Tunis“.
Foto: Carole Bethuel/Prokino Filmverleih GmbH/dpa

Berlin - „Es ist nicht leicht, sich geistig aus einer Situation zu befreien“, schrieb der französisch-tunesische Schriftsteller Albert Memmi. Die Schwierigkeit besteht ihm zufolge darin, eine Ideologie abzulehnen und dennoch in den gewohnten Beziehungen weiterzuleben. Es sind die Nachwirkungen dieser Schwierigkeit auf den Einzelnen, die Manele Labidis Film „Auf der Couch in Tunis“ auf charmante Weise bebildert.

Der Film spielt im post-revolutionären Tunesien. Die politischen Umwälzungen des sogenannten Arabischen Frühlings nahmen hier 2011 mit der Jasmin-Revolution ihren Anfang. Sie führten letztlich zum Sturz des Autokraten Ben Ali. Doch kollektive Umstürze hinterlassen auch Spuren im Individuum. Vielleicht ist es der Wille, dem helfend nachzuspüren, der die Psychologin Selma bewegt, ihr Pariser Leben hinter sich zu lassen und nach Tunis zurückzukehren, um dort eine psychotherapeutische Praxis zu eröffnen.

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