Berlin - René Marik hat den Maulwurf mitgebracht, für das Foto. Er zieht ihn aus dem Rucksack, ein abgewetzter brauner Fellschlauch. Er steckt die Hand in den Schlauch, und das schlaffe Stück Stoff wird lebendig, hebt den Kopf, schiebt die lange Schaumstoffnase ganz nah an René Mariks Nase, sie schauen sich an, der Maulwurf und der Mann, der ihn erfunden hat. Dann schlüpft die Hand aus dem Fell. „Feierabend“, sagt Marik.

Es steckt viel von René Mariks Kunst in diesem Moment. Seine Fertigkeit als Puppenspieler, die wahrscheinlich auch einen Schuhlöffel zum Leben erwecken könnte. Aber auch seine Kompromisslosigkeit. „Feierabend“, das war ganz grundsätzlich gemeint. Er wird nicht mehr auftreten mit dem Maulwurf und auch nicht mit Kalle, dem berlinernden Eisbär, und Falkenhorst, dem eitlen Frosch. Er wird eine der erstaunlichsten Bühnen-Geschichten der letzten Zeit beenden, die ihm, dem unbekannten Puppenspieler ein immer größeres Publikum und sogar den renommierten Kabarett-Preis Prix Pantheon beschert hat.

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