Niemand hasst die ominösen 68er mehr als deren eigene Kinder. Egozentrik, politische Verblendung, fatale sexuelle Libertinage – das sind die Hauptvorwürfe, die sich durch die Bekenntnisliteratur von 68er-Kindern wie Sophie Dannenberg und Katharina Wulff-Bräutigam zieht. Die autobiografischen Abrechnungen dieser ehemaligen Kommunenkinder erregten kein großes Aufsehen, sieht man davon ab, dass Dannenberg, die bürgerlich Kunkel heißt, sicher ein wenig vom Gerücht profitiert hat, das Buch könne von Otto Schilys Tochter stammen. Der Promi-Status zieht immer – das gilt für die Kinder von Nazigrößen ebenso wie für die vernachlässigten Kinder des „Roten Jahrzehnts“, in dem die Prämisse ausgegeben wurde, für Kinder sei es am besten, wenn man sie sich selbst überlasse.

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