BerlinEin Gütesiegel zum Deutschen Verlagspreis haben sie schon, nun ist der Große Berliner Verlagspreis dazugekommen: Dem 1997 von Britta Jürgs gegründeten Aviva-Verlag wurde diese Auszeichnung, verbunden mit 35.000 Euro, am Dienstagabend zugesprochen. Die zwei mit jeweils 15.000 Euro dotierten Berliner Verlagspreise gingen an die 40 Jahre alte Edition Orient und an den 1995 gegründeten Querverlag. Zwar gab es anders als in den beiden Jahren, in denen der Preis bisher vergeben wurde, keine festliche Veranstaltung mit Publikum und Applaus. Das grassierende Virus zwang die Blumen- und Urkundenüberreicher auf die Straße und die Redner ins Radioeins-Studio. Doch die Ausstrahlung war auf diese Weise noch größer.

„Wir haben den Verlagspreis ins Leben gerufen, um den Verlagsstandort Berlin weiter zu stärken und die Arbeit unabhängiger Verlage zu würdigen“, sagten die verantwortlichen Senatoren Ramona Pop (Wirtschaft) und Klaus Lederer (Kultur) einmütig. Als Leserin mag man einen Preis für Autoren und ihre Bücher interessanter finden als einen für Verlage, hilft er doch bei der Frage, was sich zu kaufen lohnt. Aber um gute Bücher in den Läden zu zeigen, braucht es den Spürsinn von Verlegerinnen und Lektoren sowie deren Sorgfalt und Leidenschaft. Ein Verlag gibt dem Text die Gestalt und stellt das Buch in seinen Zusammenhang. Diese Arbeit unterstützt der Preis.

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