Mit dem „Deutschen Requiem“ hat sich Johannes Brahms vom opernhaften Oratorientyp abgewandt. In seiner Ruhe, dramaturgischen Unaufdringlichkeit und durch den Verzicht auf identifizierbare Solo-Rollen hat das Stück eher etwas von einem Buch; in seiner kundigen Zusammenstellung von Bibelversen und der intensiven Anverwandlung historischer Satztechniken ist es auch ein Kompendium der Gelehrsamkeit. Vielleicht wegen dieser Distanz zu aller Theatralik reizte es den Rundfunkchor Berlin und den Direktor des Radialsystems, Jochen Sandig, zu diesem entschieden performativen Zugang.

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