Demonstration der LGBT-Community gegen Diskriminierung in Warschau.
Foto: AFP/Wojtek Radwanski

WarschauMarta Romankiv, eine 25-jährige ukrainische Künstlerin, die in Krakau lebt, hat vor ein paar Wochen in mehreren polnischen Städten ‚Präsidentschaftswahlen‘ organisiert – für diejenigen, die in Polen nicht zur Wahl gehen dürfen. Hunderte von Einwanderern stimmten ab, um sich bemerkbar zu machen, um zu zeigen, dass sie in Polen überhaupt existierten.

Polen hat in den letzten Jahren eine hohe Zahl an ukrainischen Wirtschaftsflüchtlingen aufgenommen. Gleichzeitig warnt die polnische Regierung vor den Gefahren der sogenannten Masseneinwanderung. Die polnische Regierung verspricht ihren Wählern, dass weder jetzt noch in Zukunft Einwanderer ins Land kommen werden. Polen, so die Behauptung, wird für alle Zeit polnisch, katholisch und weiß bleiben. Dieses widersprüchliche Vorgehen ist typisch für die polnische Politik. Sie ist zerrissen zwischen dem medialen Narrativ und der Wirklichkeit.

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