Ein Tänzer balanciert auf einer Mauer.
Foto: imago images/Christoph Leib

Berlin - Analysier das!, mag sich Raphael Hillebrand gedacht haben. Auf den Deutschen Tanzpreis für herausragende künstlerische Entwicklungen reagiert er sachlich: „Das ist ein historischer Moment. In dem Jahr, in dem George Floyd ermordet wurde, gewinnt zum ersten Mal ein nicht-weißer Mensch den Deutschen Tanzpreis.“ 

Stellvertretend geehrt sieht sich der Berliner Tänzer und Choreograph, für eine Emanzipationsbewegung, die „die Fahne des urbanen Tanzes hochgehalten hat“. Hip-Hop, lange als Stiefkind von der Straße angesehen, mit Kommerz statt Kunst assoziiert, erobert mittlerweile die Theaterbühnen. Wie Raphael Hillebrand: Seine Karriere begann als B-Boy, er gewann mit den Crews 5-Amox und B-Town Allstars etwa die Battle of the Year national 2006. Seit er 20 Jahre alt ist, finanziert er sich mit Tanz und tourt weltweit. „Mit diesem Standing war es hier einfacher“, sagt er über seine Berliner Karriere, die ihn als Choreograph ans HAU oder das Theater an der Parkaue führte.

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