Die kontrafaktische Geschichtsbetrachtung ist mittlerweile eine beliebte Methode unter Historikern geworden. Man darf endlich die Frage stellen: Wie wäre es, wenn. Wie wäre es zum Beispiel, wenn die Europäer dem Rassismus nicht zum gesellschaftlichen und politischen Erfolg verholfen beziehungsweise wenn sie nicht den modernen Antisemitismus erfunden hätten? Antwort: Da hätte es den Zionismus nicht gegeben! Oder besser: Da wäre die nationaljüdische Variante redundant, und es wäre nicht zum Nahost-Konflikt gekommen, so wie wir ihn kennen. Und nein, diese kontrafaktische Überlegung bezieht sich nicht auf den Zusammenhang zwischen der Shoah und Israel, sondern auf die europäisch-jüdische Geschichte des 19. Jahrhunderts, jedenfalls vor dem Zweiten Weltkrieg.

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