Ellen DeGeneres: „Wir haben die notwendigen Änderungen vorgenommen.“
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Ellen DeGeneres, 62, hat sich entschuldigt. In aller Form, in ihrer eigenen Show: „Hier sind Dinge passiert, die niemals hätten passieren dürfen.“ Die „Ellen DeGeneres Show“ lief am Montag zum ersten Mal, seit die Vorwürfe über die schlechten Arbeitsbedingungen am Set laut wurden. „Ich nehme das sehr ernst und möchte den Betroffenen sagen, dass es mir sehr leid tut.“ Mitarbeiter hatten sich über die „toxische Atmosphäre“ beklagt, sie berichteten unter anderem von Einschüchterung und Rassismus. Zuerst kamen sie in einem „Buzzfeed“-Artikel von Mitte Juli zu Wort. Dabei machten sie zumeist ausführende Produzenten und andere leitende Angestellte für die schlechte Atmosphäre verantwortlich.

DeGeneres wurde aufgefordert „mehr Verantwortung für das Arbeitsumfeld zu übernehmen“ und entschuldigte sich damals in einem Brief bei ihren Mitarbeitern: „Jeder, der mich kennt, weiß, dass es das Gegenteil von dem ist, woran ich glaube und was ich für unsere Show gehofft habe.“ Hier klang schon an, was die Moderatorin wohl am meisten befürchtet: ein schwerer Imageschaden für ihre Gute-Laune-Show. „Ich habe erfahren, dass Dinge passiert sind, die niemals hätten passieren dürfen“, so die Moderatorin jetzt. Was rund um die Show geschieht, liege in ihrer Verantwortung: „Wir haben die notwendigen Änderungen vorgenommen und heute beginnen wir ein neues Kapitel“, sagte sie ihren Zuschauern.

Allerdings, ganz klein beigeben wollte DeGneres dann auch nicht. Sie sei eben die Person, „die Sie auf Ihrem Fernseher sehen“, und damit, so ist dieser Hinweis wohl zu verstehen, nicht nur die gut gelaunte Entertainerin: „Ich bin so vieles. Manchmal bin ich traurig, ich werde wütend, ich bin ängstlich, frustriert, ich werde ungeduldig und ich arbeite an all dem. Ich arbeite daran.“

Robbie Williams, 46, leidet unter einer Leseschwäche – das ist seit vielen Jahren bekannt. Jetzt hat der Sänger eine weitere weitreichende Schwäche eingestanden. In dem Podcast „Three Little Words“ erzählt Williams dass er sich mit einer Zahlen- und Rechenschwäche herumschlagen muss. „Ich kann weder addieren noch subtrahieren.“ Auch könne er seine eigene Adresse in Los Angeles nicht wiedergeben, er wisse zwar, dass sie mit vier Ziffern beginne, aber: „Ich kann mich nie erinnern, welche Ziffern es sind.“ Damit seien durchaus einige schwerwiegendere, gewissermaßen familiäre Probleme verbunden – etwa wenn er sich die Geburtstage seiner Kinder und seiner Frau sowie den gemeinsamen Hochzeitstag nicht merken könne.

Robbie Williams: „Ich kann weder addieren noch subtrahieren.“
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Williams versucht es mit Humor. Sein Leben sei ein wenig so wie in dem Hollywood-Klassiker „Memento“ (2000), erklärt er. Zur Erinnerung: In dem Thriller von Christopher Nolan sucht ein Mann nach dem Mörder seiner Ehefrau, leidet aber an fortgesetztem Erinnerungsverlust – er kann sich immer nur an die letzten Minuten erinnern – und lässt sich deswegen alle wichtigen Daten tätowieren. Eine aparte Vorstellung, wird die Haut auf dieses Weise doch zur Einschreibfläche für ein ganzes Leben. Ein Archiv mit Überlebenswissen. Ein Kalendarium und Adressbuch für den täglichen Gebrauch. Eben das schwebt Williams auch vor: „Ich werde mir alles Wichtige tätowieren lassen, damit ich es bei mir habe.“ 

Hier schon mal ein paar Eckdaten: Mit seiner Frau Ayda Field, 41, hat Williams vier Kinder, die achtjährige Theodora Rose, den fünfjährigen Charlton Valentine, die zweijährige Colette und den wenige Monate alten Beau Benedict. Field und Williams heirateten am 7. August 2010.

Chris Rock, 55, wartet ebenfalls mit einer Schwäche auf. Dem „Hollywood Reporter“ offenbarte der Komiker unlängst, dass er an einer „nonverbalen Lernstörung“ leide. Er sei während einer Unterhaltung nicht in der Lage, die nicht verbalen Zeichen des Gegenübers zu deuten: „Ich verstehe nur die Wörter, die aus ihren Mündern kommen. Ich habe einfach immer nur gedacht, dass es mit meinem Ruhm zu tun hat, dass ich Probleme mit Beziehungen habe.“ Rock mache deswegen sieben Stunden Therapie in der Woche, um lange Beziehungen haben zu können: „Jedes Mal, wenn jemand negativ auf mich reagierte, habe ich gedacht: ‚Das hat allein damit zu tun, weil sie glauben, mich zu kennen.‘ Doch jetzt habe ich begriffen, dass es oft meine Schuld war.“

Rock glaubt, dass seine traumatische Kindheit etwas mit seinem Leiden zu tun haben könnte: „Mein Leben war ständig bedroht. Es gab Motherf…, die mich echt umbringen wollten. Ich hab nie wirklich den Schmerz und die Angst, die ich täglich erlebt habe, verarbeiten können.“ Rocks letzte Beziehung mit der Schauspielerin Megalyn Echikunwoke, 37, war im März in die Brüche gegangen.