„Das Reden über Probleme schafft Probleme. Das Reden über Lösungen schafft Lösungen“, sagte der amerikanische Psychotherapeut Steve de Shazar, der in den 80er-Jahren die „lösungsfokussierte Kurzzeittherapie“ entwickelte. Etwa zur gleichen Zeit begann der deutsche systemische Therapeut Günter Schmidt von der „Problemtrance“ zu sprechen, in die sich Menschen begäben, die sich mit ihrer Konzentration auf die Probleme ihres Daseins gleichsam selbst hypnotisierten.

Ich weiß genau, was damit gemeint ist. Erst neulich habe ich mit einer Freundin, die ich länger nicht gesehen hatte, drei Stunden lang in allen Feinheiten die Unerfreulichkeiten unseres Daseins besprochen. Wir haben dabei viel gelacht, es ist ja nicht so, dass wir nicht darüberstünden, irgendwie. Aber irgendwie waren wir dann auch ziemlich tief drin, viel zu tief auf jeden Fall, um uns daraus zu entfernen.

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