Potsdam - Die neue Ausstellung im Museum Barberini über abstrakte Malerei nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA und Westeuropa hat am ersten Tag das Interesse von Kunstfans geweckt. Am Samstagmorgen kurz nach Eröffnung bildete sich nach Museumsangaben eine Schlange vor dem Eingang. Später seien mehr Besucher als normalerweise gekommen. Das Museum zeigt in der Schau „Die Form der Freiheit“ in fast 100 Werken von 52 Künstlerinnen und Künstlern den Dialog des Abstrakten Expressionismus in den USA und der informellen Malerei in Westeuropa von Mitte der 1940er Jahre bis zum Ende des Kalten Krieges. Sie ist in Potsdam bis zum 25. September zu sehen.

Abstrakter Expressionismus in den USA und Informel in Europa galten bisher als eigenständige Entwicklungen. Unter den Künstlerinnen und Künstlern sind Namen wie Jackson Pollock, seine Ehefrau Lee Krasner und Norman Bluhm aus den USA sowie Karl Otto (K. O.) Götz und Fritz Winter aus Deutschland. Zu den Leihgebern gehören das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza (Madrid), Tate (London) und The Metropolitan Museum of Art (New York). Die Ausstellung soll vom 16. Oktober 2022 bis 22. Januar 2023 in der Albertina Modern in Wien gezeigt werden, vom 22. Februar bis zum 4. Juni 2023 im neuen Munchmuseet in Oslo.