Moritz Bleibtreu, der Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor beim Gespräch vor dem Start seines Films „Cortex“."
Foto:  Benjamin Pritzkuleit

BerlinDer Moritz Bleibtreu, den wir treffen, ist ein anderer als der vor seiner letzten Filmpremiere. Er gibt heute nicht eines der üblichen Schauspielerinterviews, in denen er zu seiner Rolle und seinem Leben im allgemeinen befragt wird. Diesmal ist er wieder Debütant. Ab kommender Woche ist Moritz Bleibtreu als Drehbuchautor und Regisseur zu erleben. Sein Film „Cortex“ ist ein düsterer Thriller, der mit psychologischen Tricks arbeitet. Ein Mann, der nachts nicht schlafen kann, verfällt tagsüber immer wieder ins Träumen und halluziniert. Er begegnet einem anderen Mann – oder trifft er nur eine Variante seiner selbst? Moritz Bleibtreu wartet in der Hotelsuite, die von der Filmproduktion für Interviews gebucht wurde. Eine Mitarbeiterin setzt sich an einen kleinen Schreibtisch, arbeitet an ihrem Laptop und achtet auf die Zeit. Unser Fotograf richtet derweil das Licht ein.

Berliner Zeitung: Herr Bleibtreu, wie haben Sie heute Nacht geschlafen?

Moritz Bleibtreu: Gut, sehr gut sogar, ich konnte auch ein bisschen länger schlafen.

Der Film, über den wir reden, „Cortex“, entstand ja nicht nur in Ihrer Regie, Sie haben auch das Drehbuch geschrieben. Träume sind ein wesentliches Element darin. Träumen Sie viel?

Gar nicht so sehr. Ich habe immer Phasen, in denen ich mehr, und andere, in denen ich weniger träume. Aber ich kann nicht luzide träumen.

Was sind luzide Träume?

Das sind bewusste Träume, die man selbst steuert. Es gibt Leute, die können das, oder behaupten es jedenfalls. Da muss man richtig dran arbeiten, mindestens ein Traumtagebuch führen. Aber das ist für mich nicht der vornehmliche Grund für die Geschichte gewesen, davon mal abgesehen, dass Traum für mich das ultimative Kino bedeutet.

Das Kino im Kopf? Sie drehen den Satz vom Kino als Traumfabrik um.

Träume sind die Geschichten, die wir uns nachts selber erzählen. Unser Unterbewusstsein produziert diese Geschichten. Wir wissen noch nicht ausreichend darüber, woher sie stammen. Aber bei meinem Film war es eher so, dass ich gerne mal einen dramatischen Bodyswitch sehen wollte.

Sie meinen einen Film mit Körpertausch, nicht als Komödie, sondern im Spannungskino?

Ja, das gibt es nämlich noch nicht so. Dabei ist diese Frage für das Erzählen doch ganz alltäglich: „Was würde passieren, wenn ich ein anderer wäre?“ Das war die Initialzündung. Und als ich überlegte, wie es zu so einem Bodyswitch kommen könnte, kam mir die Idee mit den Träumen: Einer träumt von einem anderen, bis er zu dieser Person wird.

Der Titel Ihres Films, „Cortex“, heißt übersetzt Großhirnrinde, wo ja wohl unsere Träume entstehen. Haben Sie sich mit wissenschaftlicher Lektüre beschäftigt?

Na klar. Ich wollte ganz praktisch wissen, wie funktioniert Schlaf überhaupt, was wissen wir über die REM-Phase, die Tiefschlafphase. Natürlich interessierte mich auch die Psychologie dahinter, also Sigmund Freud, Carl Gustav Jung und was seither an Theorien aufgestellt wurde. Und das ist erschreckend wenig, wenn man darüber nachdenkt, was sonst in der Wissenschaft passiert.

Offenbar konzentriert sich die Forschung auf Schlafstörungen.

Das sicher, aber die psychologischen und neurologischen Aspekte des Traums sind immer noch Neuland. Da wissen wir besser Bescheid, wie es auf dem Mars aussieht.

Moritz Bleibtreu erzählt in seinem Film von magischen Träumen.
Foto:  Benjamin Pritzkuleit

Haben Sie manchmal ein Déjà-vu?

Ja, gar nicht so selten, gerade gestern wieder. Das ist ein weiteres Versatzstück für diese Rätsel. Das taucht ja schon bei den Wachowskis auf in „Matrix“. Ich nutze das auf eine ähnliche Art und Weise für meinen Film, indem ich sage, vielleicht hat es da Zeitebenen gegeben, die sich in einer Paralleldimension überschnitten haben.

Ich musste an einen anderen Film denken, an „Inception“ von Christopher Nolan, in dem Leonardo DiCaprio in fremde Träume reist. Und Sie legen da ja bewusst eine Fährte hin. Der merkwürdige Apotheker, den Nicholas Ofczarek spielt, spricht das Wort aus. Wie oft haben Sie den Film gesehen?

Ich liebe das Kino von Christopher Nolan von Anfang an, er ist für mich einer der großartigsten Filmemacher seiner Zeit. Auch „Inception“ zeigt, was für ein guter Schreiber er ist. Für mich ist aber „Memento“, sein zweiter Film, noch wichtiger gewesen. Ich habe mich immer für komplexe Erzählungen interessiert, Schnitzeljagd-Literatur, wenn man glaubt, etwas zu wissen und am Ende ist alles ganz anders. Wie Nolan das damals bei „Memento“ gemacht hat, hatte ich es nie zuvor im Kino gesehen. Das hat mich so umgehauen, dass ich den Film wer weiß wie oft geguckt habe. Natürlich habe ich den Film beim ersten Mal narrativ, analytisch gar nicht verstanden, aber ich habe gespürt, was da passiert.  Wenn man ihn dann zehn Mal sieht, merkt man auch, dass tatsächlich alles hundertprozentig ineinandergreift. Der hat ein völlig neues Niveau an Umgang mit Erzählstrukturen geschaffen.

Hat es Sie ein bisschen traurig gemacht, wie viel mehr Geld ein Christopher Nolan für seine Filme zur Verfügung hat?

Ach, das hatte er bei „Memento“ noch gar nicht, der hat so um die 3 oder 4 Millionen gekostet, ein absoluter Low-Budget-Film. Den wollte ja damals keiner machen, weil dieses Buch so unglaublich kompliziert gewesen sein muss. Und in diesem Punkt kann ich mich mit ihm vergleichen. Als wir anfingen, die Gelder für „Cortex“ zusammenzusuchen, musste ich immer wieder sagen: Das ist wirklich ein Drehbuch, es funktioniert nicht als Literatur. Ich brauche die visuelle Komponente und auch die akustische, um die Geschichte zu erzählen. Der Fuchs, das Paar Schuhe, das Lied „The Girl from Ipanema“ die funktionieren ja wie Eselsohren, um von einer Ebene in die andere zu kommen.

Das sind diese kleinen Dinge, die Sie groß zeigen. Benutzen Sie diese visuellen Lesezeichen, um den Blick des Zuschauers zu führen?

Um ihn zu führen, zu verwirren, ihn wieder abzuholen, auf einen Irrweg zu geleiten, wieder rauszuholen, um ihn auf weiteren Irrweg zu führen, ja genau das beabsichtige ich.

Am Ende konnte ich den Anfang deuten und hätte gern noch einmal von vorn geguckt.

Da sind Sie nicht die erste, die das sagt. Und ich finde das schön. Es gibt eigentlich kein größeres Kompliment, als dass man sich was mehrfach anschaut. Lustigerweise dachte ich wegen dieser Turning Points: Wenn man es einmal gesehen hat, hat man es verstanden, aber das nicht der Fall. Ich mag auch selbst Sachen, die sich nicht auf den ersten Blick erschließen, in der Kunst ganz besonders. Auch in der Musik: Es geht mir immer wieder so, dass ich ein Album höre von einem Interpreten, bei dem ich eine gewisse Erwartungshaltung habe. Aber dann gefällt es mir erst nicht so, vielleicht nur der eine Song. Aber nach dem fünften Hören habe ich das Album verstanden. Wenn eine Kunstform, also auch ein Film, ein Buch, solch einen Verlauf nehmen kann, finde ich das unheimlich spannend.

Sie haben das Drehbuch geschrieben, Regie geführt, den Film produziert und Sie sind der Hauptdarsteller. Warum haben Sie nicht auch die Musik gemacht?

Das kann ich nicht. Ich bin nicht Tom Tykwer.

Das war der Versuch einer witzigen Frage.

Ich weiß aber, worauf Sie hinauswollen. Das wirkt wahrscheinlich deswegen so viel, weil ich es auch spiele. Das war überhaupt nicht gewollt und auch nicht geplant. Ich wollte nur schreiben und gern auch Regie führen. Dabei hatte ich aber unterschätzt, wie sehr man terminlich unter Druck steht im deutschen Filmgeschäft. Wir leben von der Subvention, wir bekommen Gelder und müssen die auch ausgeben. Ich habe dann, als es so weit war, die Rolle zu besetzen, niemanden gefunden, bei dem es hundertprozentig gezündet hat. Und dann dachte ich, werfe ich mir lieber vor, mir selbst die Rolle gegeben zu haben, als jemandem, bei dem ich mir nicht sicher bin. Und außerdem haben wir Moritz Bleibtreu ganz günstig bekommen.

Den Moritz Bleibtreu haben Sie sehr gut geführt als Regisseur. So unsicher, wie Sie sich da zuweilen als übermüdete Schlafanzuggestalt bewegen, habe ich Sie noch nicht gesehen.

Die Szenen, in denen ich spiele, hat Thomas inszeniert.

Thomas Kiennast, Ihr Kameramann?

Ja, und ich war wirklich besorgt, dass ich nicht unscheinbar genug sein kann. Aber Emek, mein Partner in der Produktion, mein Jugendfreund Emek Kavukcuoglu, fand, das könnte ich spielen, weil ganz viel von mir drinsteckt. Das hatte ich nicht direkt gesehen, aber es stimmt natürlich. So wie in jeder Figur, die ich geschrieben habe, etwas von mir steckt. Man kann ja nur aus sich schöpfen.

Hat der Großteil der Regiearbeit im Schneideraum stattgefunden? Der Film ist ja nicht linear erzählt, sondern mit Spiegelungen und Wiederholungen gebaut.

Das ist eine grundsätzliche Frage, was macht ein Regisseur überhaupt? Alles, was praktisch gemacht werden muss, wenn es kein Autorenfilmer ist, liegt in fremden Händen: Die Geschichte schreibt ein anderer, jemand anderes spielt es, die Ausstattung besorgt ein anderer, Licht und Ton machen wieder andere. Das war eine interessante Erfahrung für mich: Der Regisseur, der ich sein will, sorgt hauptsächlich dafür, dass eine gute Stimmung herrscht, alle gut drauf sind, genug Lob bekommen und das Gefühl haben, etwas geschaffen zu haben. Weil ich schon so lange in dem Beruf bin, konnte in dem Luxus arbeiten, dass ich auf jeder Position Leute wusste, die richtig gut sind.

In so vielen Rollen gleichzeitig ist im deutschen Film eigentlich nur Til Schweiger aktiv, oder?

Ja, Til und Matthias Schweighöfer. Aber ich kann nichts Falsches darin erkennen, ich freue mich eigentlich immer, wenn ein Schauspieler einen Film macht.

Die beiden Hauptfiguren, die dann ineinander übergleiten, können unterschiedlicher kaum sein. Der Hagen lebt in so einer geordneten Welt, wohnt im Häuschen. Seine Frau, gespielt von Nadja Uhl, hat einen sehr sauberen Beruf in einer Arztpraxis, er arbeitet für eine Sicherheitsfirma beim Supermarkt. Sein Gegenstück Niko lebt am Rand der Gesellschaft, ist offenbar in kriminelle Dinge verstrickt.  Warum führen Sie diese Extreme zusammen? Ist das ein Bild für das albtraumhafte Abdriften des bürgerlichen Menschen?

Nicht wirklich. Metaphorisch ist die Figur Hagen als Sicherheitsbeamter ein ganz einfaches, naheliegendes  Bild für jemanden, der versucht, die Dinge zu kontrollieren, zu ordnen, zu überblicken. Und seine Frau Karo trägt einen weißen Kittel, bewegt sich in einem sterilen Umfeld. Der Film arbeitet ganz viel mit Stilisierungen, er gibt sich keine Mühe, realitätsnah zu sein, benutzt sogar Überstilisierungen. Ich glaube nicht, dass schon eine Creme getestet wird, mit der man Tattoos entfernen kann.

Über die aber kommt die Frau in Kontakt mit der anderen Seite, mit Niko.

Genau, Niko ist der Fuchs und der Fuchs ist Niko. Der streunt da rum, der sucht ein Zuhause, die Leute aber fürchten sich vor ihm. Das sind eigentlich sogar billige Bilder, aber es funktioniert nach dem Prinzip: Ein Klischee ist scheiße, tausend sind gut, was David Lynch in Perfektion macht. Ein Klischee ist nur das Abbild der Oberflächlichkeit, wenn ich das aber vertausendfache, wird es tiefgründig.

Als Sie vor drei Jahren „Familiye“ produzierten und „Nur Gott kann mich richten“, da sagten Sie in einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit, Sie würden gern ein neues Migranten-Kino unterstützen.   

Migranten-Kino, was soll das sein? Ich unterstütze geile Sachen, und ob jemand von da kommt oder von dort, ob jemand schwarze, blonde oder braune Haare hat, ist mir egal. Ich setze mich für eine bestimmte Kraft und Leidenschaft fürs Kino ein. Das war so bei den beiden Filmen, die Sie genannt haben. Und natürlich habe ich einen Hang zum urbanen Straßenumfeld, einfach, weil ich da groß geworden bin und da auch viele Geschichten sind. Aber ich finde Politisierung im Film gefährlich und glaube auch, dass die sogenannte Diversity-Diskussion viel zu intensiv und überhitzt geführt wird.

Sie meinen, dass Schauspieler und Komiker jetzt anfangen, ihre eigenen Sprüche von vor ein paar Jahren zurückzuziehen?

Das endet in einer Groteske. Das untergräbt eigentlich auch die Freiheit der Kunst. Und zur Diversität ist meine Meinung klar: Ich wünsche mir eine Welt, in der das, was wir Gleichberechtigung nennen, eine Selbstverständlichkeit ist. Vielleicht ist das idealistisch. Aber ich glaube, dass Politik und Film nicht so gut zusammenpassen. Das ist wie Bier und Wein: Lass es sein! Wenn man sich engagieren möchte, dann soll man das gerne tun. Da draußen hat man viele Möglichkeiten, praktisch etwas zu verändern. Für mich ist Filmemachen keine politische Angelegenheit. Ich arbeite im Auftrag der Fantasie und nicht im Auftrag der sozialen Gerechtigkeit oder der Politik.

Wenn wir unseren Kindern die Träume wegnehmen, weil wir ihnen die Möglichkeiten nehmen, sie zu leben, dann laufen wir auf eine sehr traurige Zeit zu.

Moritz Bleibtreu

Diese Typen, die sich um den Niko scharen, scheinen mir die Unterwelt zu repräsentieren. Ist das richtig?

Ja, das sind schon böse Jungs.

Doch der Sicherheitsdienst im Supermarkt hat auch etwas Düsteres.

Das ist eine ganz einfache Parallele: Wo können Niko und seine Leute landen? Im Gefängnis. Davor fürchtet er sich. Doch dieser erste Gang Hagens durch den Supermarkt in seiner Uniform – da ist auch ein Gefängnis. Ich wollte, dass der Supermarkt aussieht wie ein Knast. Ich wollte erzählen, dass Leute sich ihr eigenes Gefängnis schaffen. Da gibt es kein besseres Beispiel als Schließer und Strafgefangene. Der Schließer geht zwar abends um 18 Uhr nach Hause, er ist kein Gefangener, aber verbringt trotzdem den ganzen Tag da drinnen.

An dem Punkt schieben sich auch in Ebenen ineinander: Der Weg von dem einen Gefängnis ins andere ist kurz.

So sieht es aus.

Ich entdecke da den Alptraum des sozialen Abstiegs. Aber Sie wollten den nicht zeigen?

Ich möchte in meinen Filmen keine direkten politischen Botschaften aussenden, niemals. Das sehe ich wie mein lieber Freund Fatih Akin, der gesagt hat: Alles ist politisch.

Foto: Berliner Zeitung/Benjamin Pritzkuleit
Zur Person

Moritz Bleibtreu, Jahrgang 1971, gehört zu den profiliertesten deutschsprachigen Schauspielern. Er war im Theater und Fernsehen zu sehen, spielt in Serien wie in „M –Eine Stadt sucht einen Mörder“, sein eigentliches Zuhause ist das Kino. Er bekam den Ernst-Lubitsch-Preis für seine Rolle in „Knockin’ On Heaven’s Door“ (1997), den Deutschen Filmpreis als Hauptdarsteller von „Im Juli“ (2001), den Silbernen Bären der Internationalen Filmfestspiele Berlin für die Hauptrolle in „Elementarteilchen“ (2006). Zuletzt spielt er etwa in dem Drama „Roads“ von Sebastian Schipper und in der Komödie „Ich war noch niemals in New York“.

Woher rührt ihre Abwehr gegen politische Interpretationen?

Das hat vielleicht mit dem Theater zu tun. In den frühen Neunzigern war ich selbst in Hamburg am Schauspielhaus engagiert, das war die Zeit, als Deutschland gerade zusammengewachsen ist. Dieser Schmelztiegel aus Ost und West bewirkte, dass es eine ganze Menge aktiv politisches Theater gab. Die Leute im Publikum hatten dann das Gefühl, sie setzen sich mit einem sozialen Missstand auseinander. Danach wird noch ein bisschen darüber geredet, aber schon beim Rotwein. Also Schwamm drüber. Ich habe das nie verstanden. Für mich sind das Theater und das Kino Räume der Fantasie. Ich will dort eine andere Welt wahrnehmen. Ich weiß, es gibt Filme, die politisch oder sozial etwas bewegen und verändern wollen. Aber meine Filme sind nur fürs Herz und für die Fantasie.

Um einen Traum auf die Leinwand zu bringen?

Genau. Selbst da schließt sich quasi ein metaphorischer Kreis: Worum geht es, um Träume fernab von dem, was im Schlaf passiert. Wenn ein Mensch keinen Traum hat, dann ist er arm dran. Wenn wir unseren Kindern die Träume wegnehmen, weil wir ihnen die Möglichkeiten nehmen, sie zu leben, dann laufen wir auf eine sehr traurige Zeit zu. Meine Arbeit beschäftigt sich also mit dem für mich wichtigsten Element im Leben überhaupt, nämlich Träume zu haben. Wer keine hat, ist bald tot.

Apropos Kinder: Sie haben in der wunderschönen Verfilmung von Paul Maars Buch „Lippels Traum“ mitgespielt. Da versucht der Junge, seine Träume weiterzuträumen.

Das ist das luzide Träumen, von dem wir vorhin sprachen. Ich kann das nicht. Aber es gibt Leute, die schwören Stein und Bein, sie würden das, was im Leben Spaß macht, nur noch im Schlaf haben. Klingt doch gut, oder? Sich jeden Abend den Kopf zuballern und schön ohne Kater aufwachen. Ich bin dabei.

Das Gespräch führte Cornelia Geißler