Berlin - Mit Büchern bepackt betritt die Regisseurin Sherry Hormann den schlichten Büroraum eines Filmverleihs im Berliner Westen. Um die Ecke ist eine Buchhandlung, daran käme sie einfach nicht vorbei, sagt sie. Gekauft hat sie auch einen Bildband über eine legendäre Ausstellung in New York mit Fotos von Diane Arbus.

Ohne Umschweife kommen wir auf Sherry Hormanns neuen Film. „Nur eine Frau“ erzählt die Geschichte einer talentierten jungen Frau, die im Februar 2005 an einer Bushaltestelle in Tempelhof von ihrem jüngsten Bruder erschossen wurde: Hatun Aynur Sürücü, 23 Jahre alt. Schon Jahre zuvor war die Elektroinstallateurin und alleinerziehende Mutter wegen ihres selbstbestimmten Lebens von ihrer Familie verbannt worden.