Da wird er nun achtzig Jahre alt, hat mehr als ein Dutzend Gedichtbände veröffentlicht, auch für Kinder Verse geschrieben und die Lyrik tschechischer Kollegen ins Deutsche übertragen, und doch ist es ein Prosabändchen, das man bis heute vor allem mit seinem Namen verbindet. Reiner Kunzes „Die wunderbaren Jahre“, 1976 erschienen, ist ein Markierungsstein in der deutsch-deutschen Geschichte – wenigstens der deutsch-deutschen Literaturgeschichte. Dort, wo die Sammlung von Miniaturen entstand, wurde sie nicht gedruckt. Die „Wirklichkeitsprotokolle“ vom Wehrunterricht in der DDR-Schule, vom Echo der Niederschlagung des Prager Frühlings im privaten Bereich, von der Diskriminierung kritischer Jugendlicher durch beflissene Direktoren im Osten und vom Misstrauen im Alltag machten den Autor im Westen sofort bekannt.

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