Berlin - Dieser Text ist gerichtet an alle meine flüchtigen Bekannten, auch in sozialen Netzwerken, alle Freunde meiner Eltern, Nachbarn und Zufallsbegegnungen. Und insbesondere an alle Medienschaffenden, Journalisten, Podcaster, Comedians, Redakteure und Programmchefs unseres freiheitlich-demokratischen Deutschlands. 

An alle, die mir jemals die Frage gestellt haben: Was machst du so beruflich?  Und sich dann beeilten, mir zu versichern, sie hätten gar kein Problem damit, dass ich Prostituierte bin. Sie seien nämlich extrem liberal. Und dann erwarteten, dass ich dankbar bin und ihre großzügige Toleranz lobe – was ich wohl oft versäumt habe. Woraufhin sie sich gekränkt abwandten von mir, dieser undankbarer Person. Hier habt ihr euer Lob! Ihr seid so gut. Es ist wirklich nett, wenn einem die Daseinsberechtigung nicht abgesprochen wird. Ich danke euch für diese Gnade.

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