Ich nehme an, auch in anderen Berufen als dem Kochberuf passiert das häufig: Man macht Karriere, bekommt mehr Verantwortung und Geld. Doch irgendwann – wenn die Euphorie darüber abgeflaut und das Ego genug gestreichelt ist – merkt man: Das, was man nun jeden Tag macht, hat nur noch wenig damit zu tun, weshalb man diesen Beruf gewählt hat.

Felix Mielke ist es so ergangen. Er liebt das Kochen, weshalb er sich sehr jung für die Kochlehre entschied. Da er Talent und Ehrgeiz hat, stieg er mit etwas über Mitte 20 zum Küchenchef im Berliner Spitzenrestaurant Le Faubourg auf, ein Posten, den er sieben Jahre ausfüllte. Ein Küchenchef ist wie ein Dirigent: Ihm untersteht die Brigade, für deren reibungsloses Funktionieren er den Takt vorgibt. Er selbst richtet allerhöchstens die Teller an, ist aber von den eigentlichen Kocharbeiten befreit. Dafür bestimmen Worte wie Personalführung, Dienstpläne und Wareneinkauf seinen Alltag.

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