Als „jugendlicher Liebhaber“ begann Hans Moser Ende des 19. Jahrhunderts seine Schauspielkarriere. Mit seinen 157 Zentimetern Körpergröße in der Sparte allerdings nur mäßig erfolgreich, tingelte er durch Provinzbühnen u. a. in den Kronländern Mähren (Friedek-Mistek), Krain (Laibach) und Bukowina (Czernowitz). Nach dem Ersten Weltkrieg fand er dann in seiner Geburtsstadt Wien zu jenen Rollen, die ihn zu seinem eigenen Markenzeichen werden ließen. Zuerst auf der Bühne, dann im Kino spielte er immer wieder Schaffner, Buchhalter, Prokuristen oder Postboten – im weiteren Sinne subalterne Figuren, die umso engstirniger ihren Dienst verrichteten. Bei allem Nörgeln, Schimpfen und Granteln steckte in jenen miesepetrigen Rollen doch stets ein menschlich-allzumenschlicher Kern, nie gerieten sie zynisch. Diese Wandelbarkeit glaubhaft zu entfalten, darin lag die Meisterschaft Hans Mosers.

Zu ungeduldig für die Gegenwart

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