Man findet in Kochbüchern selten Sätze wie diesen: Ein Feind ist jemand, dessen Geschichte man einfach noch nicht kennt. Er steht im Vorwort des gerade erschienenen „The Jewish Cookbook“ (Phaidon, 45 Euro) und lässt schon spüren, dass dieses Buch ein besonderes Anliegen hat: zu zeigen, dass jüdisches Essen mehr ist als die Weitergabe traditioneller Gerichte von Generation zu Generation. Es ist gemeinsames Sein, Feiern, Trauern, Sich-Erinnern, und es schafft einen Ort, an dem nicht nur die willkommen sind, die schon dazugehören. Mehr als 400 Rezepte aus dem Nahen Osten, Amerika, Europa, Asien und Afrika sind versammelt, eine wahre Fundgrube dieser sich ständig weiterentwickelnden Fusion-Küche. Im Moment ist das „Jewish Cookbook“ nur auf Englisch erhältlich, die deutsche Ausgabe ist für kommenden Juni geplant. (pa.)

Zubereitung

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Kartoffelstücke hinzufügen und sie, unter gelegentlichem Umrühren, kochen, bis sie zart sind, aber nicht zerfallen, etwa 8 bis 10 Minuten. Gut abtropfen lassen. Inzwischen in einer großen Pfanne 4 EL Öl bei mittlerer Hitze warm werden lassen. Die Zwiebel, die Paprikaschote, den Knoblauch und eine Prise Salz hinzufügen und unter Rühren braten, bis alles leicht gebräunt ist.

Die Hitze etwas reduzieren, 2 EL Öl hinzufügen sowie die gekochten Kartoffeln großzügig pfeffern. 8 bis 10 Minuten braten, hin und wieder umrühren. Die Pastrami hinzufügen, nochmal 2-3 Minuten braten, bis sie warm ist. Vom Herd nehmen, Schnittlauch darüberstreuen und heiß servieren, noch besser mit einem Spiegelei oder pochiertem Ei.