Am Dienstagabend hat der singende und tanzende Superstar Rihanna in der mit 14.000 Zuschauern und vor allem Zuschauerinnen ausverkauften Mehrzweckhalle am Ostbahnhof ein Konzert gegeben. Mit etwa anderthalb Stunden war es angenehm kurz, was auch daran lag, dass Rihanna von den in dieser Zeit dargebotenen Liedern – insgesamt immerhin 30 an der Zahl – insbesondere in der zweiten Hälfte des Abends jeweils nur noch ein oder zwei Strophen spielte, bevor sie zum nächsten Song überging. Dennoch fühlte man sich am Ende ausgelaugt, erschöpft und lustlos, was wiederum gut zu der routinierten Lustlosigkeit passierte, mit der Rihanna sich durch ihr Repertoire sang. Beziehungsweise auch eben nicht, denn weite Teile des Abends verbrachte sie bloß damit, die Playbackbeschallung durch ein paar je nach Laune hinzugefügte Zeilen oder Wörter zu schmücken.

Die Aufführung wurde von der Künstlerin in fünf so genannte Akte unterteilt, die sich gleichermaßen nach musikalischen Stilen wie nach der Bekleidung von Rihanna unterscheiden ließen. Im ersten Akt trug sie klobige schwarze Straßenstrichstiefel und sang technoid rhythmisierte Lieder von ihren jüngsten beiden Platten. Im zweiten Akt trug sie etwas weniger klobige weiße Straßenstrichstiefel und sang etwas ältere, von schunkelnden Reggaebeats beherrschte Stücke wie „Rude Boy“ oder „Man Down“. Später war sie auch noch in einem hübschen roten Abendkleid mit langem Schlitz zu bewundern oder – im fünften und letzten Akt, in dem sie von der europäischen Ballermanndisko der Neunzigerjahre geprägte Songs wie „Don’t Stop the Music“ darbot – in einem glitzernden Babydollkleid mit aufgedruckten Dollarscheinbildern.

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