Larry King, 87, ist in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus zur Legende geworden. Ein Vierteljahrhundert lang, von 1985 bis 2010, ging der US-Talker beinahe täglich mit seiner Show „Larry King Live“ bei CNN auf Sendung. Nicht nur sein Äußeres hat hohen Wiedererkennungswert: Der Sohn jüdischer Einwanderer, 1933 in New York als Lawrence Harvey Zeiger geboren, machte die Rahmenbrille, Hemd, Krawatte und Hosenträger zu seinem Markenzeichen. Im Laufe der Jahre interviewte er namhafte Politiker wie Wladimir Putin, Barack Obama, George W. Bush, Margaret Thatcher oder Ronald Reagan, zudem Showgrößen wie George Clooney, Dolly Parton, Michael Jackson, Frank Sinatra.

Nach seiner letzten Talkshow im Dezember 2010 hatte sich King zwar in den Ruhestand verabschiedet, für seine Website aber weiterhin Interviews geführt. Seit 2012 macht er Sendungen im von ihm mitgegründeten Bezahlsender Ora TV.

King pflegt einen sanften Gesprächsstil – Indiskretionen, verletzende Fragen sind seine Sache nicht. In den letzten Jahren hatte der 87-Jährige immer wieder mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er leidet an Diabetes, erlitt mehrere Schlaganfälle und erkrankte an Lungenkrebs. Außerdem hat King – der in achter Ehe mit der Sängerin und Schauspielerin Shawn Southwick-King, 61, verheiratet ist, allerdings im August 2019 nach fast 22 Ehejahren die Scheidung einreichte – einen schweren Herzinfarkt und eine fünffache Bypass-Operation hinter sich.

Und nun auch noch das: Laut einem Medienbericht ist der Moderator an Covid-19 erkrankt und muss stationär im Krankenhaus behandelt werden. Schon vor gut einer Woche sei er ins Cedars Sinai Medical Center in Los Angeles eingeliefert worden, berichtete sein langjähriger Arbeitgeber CNN am Sonnabend unter Berufung auf das Umfeld der Familie. Seine drei Söhne könnten King wegen der Infektionsschutzregeln derzeit nicht besuchen, hieß es. Über die Schwere seiner Erkrankung war zunächst nichts bekannt, King gilt allerdings aufgrund seines Alters und seiner Vorerkrankungen als Risikopatient. 

Prinz Charles, 72, hat ebenfalls schon eine Corona-Infektion hinter sich, der britische Thronfolger litt im Frühjahr 2020 aber nur unter leichten Erkältungssymptomen. Nach dem ersten Corona-Jahr, das seine Heimat Großbritannien besonders hart getroffen hat, zieht Charles nun in einem Gastbeitrag des britischen Telegraph eine erste Bilanz.

„Das Jahr, auf das wir zurückblicken, war eines der schwierigsten, das unsere Gesellschaft jemals in Friedenszeiten erlebt hat. Das kommende Jahr birgt weiterhin ungeahnte Herausforderungen“, schreibt der älteste Sohn der Queen. Alle Menschen hätten viel Herzzerreißendes erlebt, aber auch Herzerwärmendes. „Das Virus mag große Zerstörung gebracht haben, ihm wurde jedoch mit noch größerer Entschlossenheit und Opferbereitschaft in allen Bereichen unserer Gesellschaft begegnet“, so der Thronfolger, der die Anstrengungen des Nationalen Gesundheitsdienstes, der Rettungskräfte und der vielen Freiwilligen hervorhob.

Foto: dpa/Victoria Jones
Prinz Charles mahnt, die Pandemie dürfe den Kampf gegen Krebs nicht schwächen.

In vielen Fällen seien wegen der Pandemie aus Schwierigkeiten Krisen geworden, aus einem Gefühl der Isolation eine tatsächliche Trennung. „Und wenn lebensnotwendige Operationen in manchen Fällen verschoben wurden, ist aus Angst Verzweiflung geworden“, schreibt Charles.

Er lenkte den Blick damit auch auf eine weitere Herausforderung des Gesundheitswesens und warnte davor, wegen der Corona-Pandemie im Kampf gegen die Folgen von Krebserkrankungen nachzulassen. Die Krankenhäuser in Großbritannien stehen derzeit wegen der vielen Covid-19-Fälle unter erheblichem Druck. Wegen der hohen Auslastung des Gesundheitswesens blieben schätzungsweise 50.000 Krebserkrankungen unerkannt, zitierte der Royal den Verein Macmillan Cancer Support, deren Schirmherr er ist. Der Verein habe ein Drittel seines Spendenaufkommens eingebüßt. Seine Landsleute rief Charles auf, weiter großzügig zu sein.