Berlin - Für die vergangene Woche hatten sich das Deutsche Symphonie-Orchester und sein Chefdirigent Robin Ticciati viel vorgenommen: Vier Konzerte unter dem Titel „Wagner-Perspektiven“ sollten das DSO nicht nur mit einem der wichtigsten, aber in seinem Repertoire unterrepräsentierten Klangdenker der Musikgeschichte zusammenbringen, sondern auch Wagners Ausstrahlung in den französischen Raum nachgehen. Schöne Idee, dank Pandemie für den Papierkorb geplant.

Was als Rest am Sonnabend für den Livestream in der Philharmonie aufgeführt wurde, enthielt nur noch eine der geplanten Wagner-Nummern: eine von dem Dirigenten Erich Leinsdorf zusammengestellte „Götterdämmerung“-Suite, deren Übergänge irgendwie funktionieren, aber am Knirschen bemerkt man, dass Wagners Musik einen Diskurs führt, den man nicht ohne logische Sprünge in der entwickelnden Variation abkürzen kann.

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