In den letzten Junitagen des Jahres 1934 geriet das Deutsche Reich in seine letzte große innenpolitische Krise: die „Röhm-Affäre“. Anders, als es die heute noch verbreitete Legende will, ging es dabei nicht um einen drohenden Aufstand der SA gegen die Berliner NSDAP-Führung. Der angebliche „Röhm-Putsch“ war vielmehr Ausdruck des Geflechts von Intrigen, mit denen sich die unterschiedlichen Interessengruppen im Umkreis der Berliner Regierung bis aufs Messer bekämpften. Sein eigentlicher Hintergrund waren Brüche in der Koalition von Konservativen und Nationalsozialisten, mit der im Januar 1933 die „nationale Revolution“ eingeläutet worden war.

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