Ein Foto von 1990, die Grenzübergangsstelle Wartha-Herleshausen: In dem Defa-Film „Der radlose Mann“ sollte es zu einem Ost-West-Autotausch auf der Autobahn kommen. Die Volkspolizei wollte die Drehidee nicht genehmigen. 
Foto: imago stock&people

Berlin - Anfang der 1980er-Jahre entdeckte Regisseur Roland Oehme ein merkwürdiges Foto. Es steht auf der letzten Seite des Neues Deutschland und ist für dieses Blatt eher ungewöhnlich. Das Bild zeigt eine großbusige Schneefrau mit Möhrennase, die ein Mann direkt an der Autobahn gebaut hat. Oehme gerät ins Träumen: Was hat den Mann bewogen, an dieser Stelle eine solche Figur zu formen? Was löst ihr Anblick in den Köpfen der Vorbeifahrenden aus?

Oehme ist ein Spezialist für Lustspiele. Ein Regisseur, der aus gesellschaftlichen Widersprüchen komische Pointen zu filtern weiß. In seinem erfolgreichsten Defa-Film „Der Mann, der nach der Oma kam“ nimmt er die viel beschworene Gleichberechtigung unter die Lupe, und wie sie in der Realität praktiziert wird. In „Einfach Blumen aufs Dach“ glossiert er Obrigkeitskult und Selbsterhebung: Ein Arbeiter kauft eine gebrauchte Staatskarosse der Marke Tschaika und erfährt ungeahnte Ehren.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.