Rolf Zuckowski, 73, gehört mit über 20 Millionen verkauften Tonträgern zu den kommerziell erfolgreichsten Künstlern in Deutschland. Bekannt wurde der Hamburger Musiker vor allem mit seinen Kinderliedern, Songs wie „Du da im Radio“ (1981) und „In der Weihnachtsbäckerei“ (1987) erfreuen sich bis heute größter Beliebtheit. Seit 2010 ist er Pate von Kinderhospizen, etwa des Kinderhospizes Bethel für unheilbar erkrankte Kinder. Und 2011 rief er gemeinsam mit anderen Liedermachern den Deutschen Kita-Musikpreis ins Leben, der das Singen und Musizieren in den Kindergärten fördern will.

Verständlicherweise zieht es den Mann bei so viel Engagement für Kinder dann zu etwas erwachseneren Entspannungsübungen: Zuckowski schaut gern Fernsehen, wie er jetzt der Deutschen Presseagentur verriet, und hier wiederum gern auch mal einen Film aus dem Grusel- oder Krimisegment. Allerdings hat die Lust an Suspense und Düsternis ihren Preis – sie raubt den Schlaf. Aus ebendiesem Grund überlässt Zuckowski die allabendliche Programmauswahl seiner Frau: „Ich passe mich auch gern ein bisschen meiner Frau an, die in der Regel etwas leichtere Kost liebt.“

Ein etwas zwiespältiges Lob, aber egal, Zuckowski ist dankbar: „Gut, dass sie mich davon abhält.“ Der Gruselverzicht dient allerdings nicht nur dem Selbstschutz, sondern beugt offenbar auch dem ehezerrüttenden Streit an der Fernbedienung vor. Mit seiner Frau Monika, 69, könne er sich „immer sofort“ auf die beiden ZDF-Klassiker „Der Bergretter“ und „Der Bergdoktor“ einigen: „Da sind uns die Personen sehr vertraut, und wir lieben die Berge.“ Berge, Retter, Doktoren und das ZDF: Glücklich vereint in leichter und leichtester Kost. 

Eckart von Hirschhausen, 53, ist ebenfalls der Meinung, dass wir häufiger auf andere Menschen hören sollten. Er meint dabei allerdings nicht nur den Ehepartner. Vielmehr wünscht sich der TV-Moderator und Mediziner, dass Politiker öfter wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen. „Wir haben erlebt, dass Politik auf Virologen hören kann und wir sehr viel besser dran sind als Länder, die Wissenschaft ignorieren. Ich wünsche mir, dass wir daraus lernen, auch in Zukunft gesellschaftliche Entscheidungen nicht nach Umfrageergebnissen, sondern nach Evidenz zu treffen.“

Foto: imago images/Horst Galuschka
Eckart von Hirschhausen posiert mit Maus: Auch von ihr gibt es offenbar einiges zu lernen.

Das erklärte von Hirschhausen jetzt der Rheinischen Post und gab gleich noch ein weiteres Beispiel für den segensreichen Einfluss der Wissenschaft, wenn denn die Politiker nur hören wollten: „Jeder Tag, den wir weiter unnötig Kohlendioxid in die Atmosphäre und Feinstaub, Quecksilber und anderen Dreck in unsere Lungen lassen, ist ein Verbrechen an der Gesundheit der Menschen im Land und an allen künftigen Generationen.“ 

Der WDR sendet ab diesem Montag um 20.15 Uhr wöchentlich eine neue Folge von „Hirschhausens Sprechstunde“. Zum Auftakt der zweiten Staffel spricht der Moderator mit einem Mann, der als Covid-19-Patient wochenlang im Universitätsklinikum Bonn beatmet werden musste.

Mayim Bialik, 45, erinnert uns daran, dass einigermaßen heil durchs Leben zu kommen, nicht immer eine Erfolgsgeschichte der (wissenschaftlichen) Vernunft ist. Die Schauspielerin kennt die düsteren Seiten. Bialik wurde als Teenager für ihre Hauptrolle in der 90er-Jahre-Serie „Blossom“ bekannt. Auf die Frage, wie es ihr gelang, sich trotz des frühen Ruhms von Drogen fernzuhalten, sagte sie jetzt dem US-Magazin Page Six: „Ich war sehr allein und trübselig, das hat geholfen, glaube ich. Ich war immer zu Hause.“ Außerdem seien ihre Eltern sehr streng gewesen.

Klingt einigermaßen freudlos. Egal, Bialik, die auch Neurowissenschaftlerin ist, versucht, die Sache mit dem gelungenen und im weitesten Sinne heilen Leben in einem neuen, wissenschaftlich angeleiteten Podcast zu ergründen: „Mayim Bialik’s Breakdown“ – eine Neurowissenschaft vom Glück.