Rom - In anderen Zeiten würde sie mir gar nicht auffallen. Ich hätte auf dem Stadtplan eher angesagte Plätze, Gebäude, Brücken mit einem gewissen Bekanntheitsgrad erblickt als jene kleine Gasse. So aber sticht mir ihr Name sofort grell ins Auge und ich denke: Die schau ich mir doch einmal genauer an. 

Da bin ich gerade auf dem Campo di Fiori gewesen und in Gedanken an meinen Freund, den Schauspieler Schortie. Der hat nämlich, als hierher zu reisen noch möglich war, Giordano Bruno zu Ehren einen kleinen Strauß Blumen an dessen Gedenksockel abgelegt. Das Erinnerungsfoto für zu Hause in Eberswalde, wo es namentlich eben einen solchen Blumenplatz gibt, habe ich von diesem Großereignis geschossen. Der sonst von Touristen rammelvolle Platz ist unheimlich menschenleer. Die paar Leutchen fallen gar nicht weiter auf. Klaro. Markt wird tapfer abgehalten, dieses aber in deutlich abgespeckter Form. Und auch nur noch für die Einheimischen und ein paar Zugezogene wie ich von ihnen einer bin.

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