Als ich das erste Mal auf einer Brücke stand und zum Fluss tief unter mir herabsah, dachte ich kümmerlich. Ich sah mich enttäuscht um und blickte auf nicht viel mehr als eine breit und träge dahinfließende grüngelbe Folie. Ansonsten Leere, hohe Ziegelwände, breite Lauf- und Radwege, kein einziger Spaziergänger.

An den Ufern hatten sich Obdachlose eingerichtet. Ihre improvisierten Bleiben boten meinen Augen die einzige Abwechslung. Hitze weiß ich noch zu berichten und abgekämpfte Ruderer in schmalen Sportbooten. Die wendeten vor der nächsten Brücke und glitten geräuschlos unter mir hindurch. Ich war zu faul, ihnen nachzusehen. Dieser Fluss hat sich für mich erledigt, dachte ich damals.

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