Die erste Dokudrama-Serie der Geschichte entstand bereits 1899. Unter dem Titel „L’affaire Dreyfus“ bebilderte der Filmpionier Georges Méliès elf Folgen lang, was über den Spionagefall seit 1894 berichtet worden war. Auch wenn die falsche Verurteilung des Offiziers auf Grund gefälschter Dokumente erst durch die kriminologische Beharrlichkeit des Oberstleutnants Picquart ans Licht kam, bot der Fall auch für die einminütigen Stummfilmfolgen noch genügend Schauwerkte: „Dreyfus in Ketten gelegt“ etwa lautete der Titel von Folge vier. Der Filmpionier war Geschäftsmann genug, dass er wusste, dass ein und dasselbe Bild die Verfechter von Dreyfus‘ Rehabilitierung ebenso erschüttern mochten wie es seine Feinde agitieren würde.

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