Beröom - „Der Leser liest ein Buch. Wenn das Buch gut ist, vergisst er sich selbst. Das ist die einzige Aufgabe eines Buches. Wenn der Leser sich selbst nicht vergessen kann und während des Lesens dauernd an den Autor denken muss, ist das Buch misslungen. Mit Vergnügen hat das nichts zu tun.“ Eine schlüssige Argumentation. Was aber, wenn der Leser trotz allem dauernd an den Autor denken muss? Ist das Buch dann auch misslungen?

Im Fall von Herman Kochs neuem Roman „Sehr geehrter Herr M.“ trifft das nicht zu. Legt es Koch doch gerade darauf an. So sind es gleich zwei Autoren, die im Mittelpunkt seiner intelligent konstruierten Geschichte stehen: ein alternder Schriftsteller, der seine besten Zeiten hinter sich hat, und ein, zunächst anonymer, Briefeschreiber, der eine Rechnung mit dem Romancier offen zu haben scheint. Beide tragen, nicht ohne den Grund, den selben Vornamen: Herman. Und, man ahnt es, sie vereint eine gemeinsame Geschichte.

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