In der schwer durchschaubaren Struktur der Großstadt.
Illustration: Ikon Images

Der Titel führt den Leser in den Wald. Das Dickicht, nach dem Nina Bußmann ihren dritten Roman benannt hat, finden wir normalerweise im Unterholz. Dass der Titel dennoch passt, erschließt sich, wenn die Autorin ihre Leser immer tiefer in das zuweilen recht düstere Seelengestrüpp ihrer Figuren in der schwer durchschaubaren Struktur der Großstadt führt.

Max macht den Eindruck, als führe er ein geregeltes Leben. Er arbeitet im Kindergarten, er kommt als erster und geht als letzter. Allerdings ist er nur Praktikant. Er kümmert sich intensiv um das Mädchen, vor dem die Erzieherinnen gewarnt haben. Die Autorin führt dieses Kind nicht grundlos ein. Seine Schwester, genauso alt wie er, benimmt sich, als wäre sie nie erwachsen geworden. „Erzählen, um etwas anderes nicht zu erzählen. Kein Vorgehen, das er Edna zugetraut hätte.“

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