Berlin - Am liebsten saß Rudolf Freund hinten, in seiner Dolmetscherkabine. Von dort aus erklang über Lautsprecher seine warme, weiche Stimme, mit der er in den bald folgenden Film einführte. Tausende Kinoabende hat er so begleitet, fast dreißig Jahre lang. Er war, wenn man so will, das lebende Inventar des Archivfilmtheaters Studio Camera, jener legendären Ost-Berliner Institution, die bis zum Ende der DDR fast drei Millionen Zuschauer begeisterte.

Eröffnet wurde das Haus im Januar 1963 im ehemaligen Kino Aladin in der Friedrichstraße. Damit hatte das Staatliche Filmarchiv, das als Haupterbe des Reichsfilmarchivs eine der größten Filmsammlungen der Welt besaß, eine eigene Spielstätte erhalten, nach dem Vorbild der Pariser Cinémathèque.

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