Unsere Vorstellung vom Internet ist noch immer schemenhaft oder wenigstens einseitig. Wir haben zum Beispiel ein Bild von Menschen, die online ihr ganzes Geld verzocken: Es sind Menschen wie du und ich, dicke und dünne, alte und junge, bestimmt auch nette studentische Typen wie Justin Timberlake – also ganz normal. Doch was ist mit der anderen Seite? Was sind das für Figuren, die hier mit irgendwelchem halblegalen Kram riesige Summen Geld verdienen?

Auf 4,9 Milliarden US-Dollar schätzte man 2009 den weltweiten Umsatz mit Online-Poker. Hat so einer Luxusjacht, Swimmingpool, drei Bikini-Mädels in jedem Arm? Bis zu „Runner Runner“ dachte man ja eher an picklige Soziopathen mit schiefem Grinsen und Wohnsitz bei Mutti. Doch wie es der Zufall will, hat sich das Team um den Regisseur Brad Furman für die attraktivere Variante entschieden und sie mit Ben Affleck dementsprechend besetzt. Er spielt Ivan Block, den Mann mit der Jacht, dem Privatjet, den Mädels. In den Pool, der für seine Krokodile reserviert ist – das ist jetzt nicht gelogen –, wirft er seine Gegner. Das Ganze spielt in Costa Rica und ist ein bisschen lächerlich.

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